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Universität Wien, 26.–29. Juli 2027
LiP2027 ist der World Congress der Fédération Internationale des Professeurs de Langues Vivantes (FIPLV) und die Internationale Delegiertenkonferenz (IDK) des Internationalen Deutschlehrerinnen und -lehrerverbands e.V. (IDV) und wird vom Österreichischen Verband für Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (ÖDaF) in Kooperation mit der Universität Wien veranstaltet.
Call for Papers
LiP 2027 lädt zur Einreichung von Beiträgen ein, die Mehrsprachigkeit und Sprachbildung aus Perspektiven der Forschung, Praxis, Bildungspolitik und Lehrer*innenbildung beleuchten. Aufbauend auf dem Konferenzthema und dem Leitbild von LiP 2027 sind Einreichungen willkommen, die sich mit mehrsprachigen Repertoires, gerechten und inklusiven pädagogischen Ansätzen, Sprachlernen als ermächtigender Praxis sowie mit der Gestaltung offener, partizipativer und emanzipatorischer Lernumgebungen befassen.
Die Konferenz bietet eine Plattform für Wissenschaftler*innen, Lehrende, Praktiker*innen und Studierende, um Expertise auszutauschen, aktuelle Arbeiten zu präsentieren und Netzwerke über Disziplinen und Bildungskontexte hinweg aufzubauen. Die Konferenz ist als genuin mehrsprachige Veranstaltung konzipiert, in der eine Vielzahl von Sprachen als Kommunikationsmedien dienen – geprägt durch die Teilnehmenden und ihre gewählten Präsentationssprachen. Im Unterschied zu den meisten Konferenzen ist diese Tagung als vollständig mehrsprachiges, multimodales und multiliterales Ereignis gedacht – eines, in dem Mehrsprachigkeit nicht nur thematisiert, sondern aktiv praktiziert, wertgeschätzt und institutionell im akademischen Raum legitimiert wird.
Wichtige Termine
Konferenzsprachen
LiP 2027 ist eine mehrsprachige, multimodale und multiliterale Veranstaltung. Die Teilnehmenden sind eingeladen, in jenen Sprachen zu präsentieren, die ihre Forschung, Praxis oder sprachlichen Identitäten am besten widerspiegeln. Beiträge in mehreren Sprachen sind willkommen; Englisch, Deutsch und weitere Sprachen der Teilnehmenden werden als Kommunikationsmedien dienen. Abstracts können auf Englisch, Deutsch oder in jeder anderen Sprache eingereicht werden. Bitte geben Sie an, in welcher Sprache Sie präsentieren möchten.
Bitte beachten Sie, dass von Vortragenden erwartet wird, zum mehrsprachigen Ethos der Konferenz beizutragen, indem sie Zugänglichkeit über Sprachgrenzen hinweg sicherstellen. Dies umfasst das Bereitstellen von Übersetzungen oder mehrsprachiger Unterstützung (z. B. mehrsprachige Folien, Zusammenfassungen, Handouts, QR-Codes oder andere Formate) auf Englisch oder Deutsch, sodass das Publikum sinnvoll mit der Präsentation interagieren kann. Das Organisationsteam der Konferenz wird mehrsprachige Praktiken nach Möglichkeit unterstützen und fördern.
Einreichungsformate
Einreichung
Bitte reichen Sie über die folgenden Links ein:
Einzelvortrag oder Posterpräsentation
Bitte stellen Sie in Ihrem Abstract im Umfang von maximal 300 Wörtern die folgenden Punkte klar dar:
Panelvorschläge sollen eine übergreifende Panelbeschreibung (max. 500 Wörter) sowie individuelle Abstracts für jeden Beitrag (max. 250 Wörter pro Beitrag inkl. Titel, max. 4 Beiträge pro Panel) enthalten.
Thematische Sessions
LiP 2027 ermutigt Einreichungen zu folgenden Themen:
Sektionsleiter*innen
Beschreibungen der Sessions
Mehrsprachige Pädagogiken, Repertoires & Translanguaging
Diese Session fokussiert Lehr- und Lernansätze, Bildungskonzepte, empirische Forschung und Unterrichtspraktiken, die die mehrsprachigen und multimodalen Repertoires von Lernenden anerkennen, wertschätzen und gezielt nutzen. Eingeladen sind Beiträge, die untersuchen, wie Lernende ihre gesamten sprachlichen und semiotischen Ressourcen beim Konstruieren von Bedeutung und bei der Teilhabe an Lernprozessen einsetzen. Besonders interessieren uns Ansätze, die offene, partizipative und ermächtigende Lernumgebungen schaffen, monolinguale Normen hinterfragen und Mehrsprachigkeit als zentrale pädagogische Ressource begreifen.
Stimmen, Agency & Identität im mehrsprachigen Lernen und Lehren
Diese Session beleuchtet Perspektiven, Einstellungen und Erfahrungen, die mehrsprachiges Lehren und Lernen prägen. Eingeladen sind Beiträge, die untersuchen, wie Lehrende, Lernende und andere Bildungsakteur*innen mit sprachlicher Vielfalt umgehen, wie Überzeugungen und Erwartungen Unterrichtspraktiken beeinflussen und wie Stimme, Identität und Agency von Lernenden in mehrsprachigen Lernumgebungen (un‑)sichtbar werden können. Besonderes Interesse gilt Arbeiten zu professionellem Wissen, (Selbst‑)Reflexion, Positionierung und Motivation im Kontext inklusiver und mehrsprachiger Pädagogiken. Ebenso willkommen sind Beiträge zu Wohlbefinden von Lehrpersonen, Arbeitsbelastung, emotionaler Arbeit und Nachhaltigkeit in mehrsprachigen Bildungskontexten.
Sprachenpolitik & Bildungsumgebungen
Diese Session untersucht Sprachenpolitiken und institutionelle Rahmenbedingungen, die Sprachlehren und ‑lernen in Schulen und darüber hinaus prägen. Eingeladen sind Beiträge, die analysieren, wie Sprachenpolitik auf unterschiedlichen Ebenen – Klassenzimmer, Schule, Gemeinde und System – entwickelt, ausgehandelt und umgesetzt wird und wie diese Prozesse Teilhabe, Gerechtigkeit und mehrsprachiges Lernen beeinflussen. Besonderes Interesse gilt Ansätzen der Sprachenpolitik ‘von unten’, Curriculumsentwicklung, Bewertungspraktiken sowie institutionellen Strukturen, die Mehrsprachigkeit fördern oder behindern.
Sprache, Macht, soziale Gerechtigkeit & Dekolonisierung der Sprachbildung
Diese Session bietet kritische Perspektiven auf Ungleichheit, Diskriminierung, Machtverhältnisse, Othering und dekolonisierende Ansätze in der Sprachbildung. Eingeladen sind Beiträge, die untersuchen, wie sprachliche Praktiken und Ideologien Zugang, Teilhabe und Agency prägen und wie Rassismus, Linguizismus und Prestige hierarchisch in Bildungskontexten wirksam werden. Von besonderem Interesse sind Arbeiten, die Positioniertheit thematisieren, dominante Narrative hinterfragen und zu einer gerechteren, dekolonialen Sprachbildung beitragen.
Minderheiten-, Herkunfts- & indigene Sprachen
Diese Session widmet sich der Wertschätzung, Förderung und nachhaltigen Stärkung minorisierter Sprachen in schulischen und außerschulischen Kontexten durch vielfältige und mehrsprachige Ansätze. Willkommen sind Beiträge zu minorisierten, nicht-dominanten Sprachen sowie zu Sprachen mit geringer Sprecher*innenzahl im Schul- und Bildungsbereich, zu indigener und Minderheitensprachenbildung und zu gemeinschaftsbasierten Praktiken, die sprachliche Kontinuität, Anerkennung und Teilhabe fördern.
Inklusives Sprachlehren, -lernen und Bewertung
Diese Session fokussiert Ansätze, die volle Teilhabe, gerechte Lernchancen und sinnvollen Zugang für alle Lernenden ermöglichen. Eingeladen sind Beiträge, die untersuchen, wie Inklusion in mehrsprachigen Klassenzimmern gefördert werden kann, wie mehrsprachige Materialien und/oder Bewertungspraktiken zu mehr Gerechtigkeit beitragen und wie sprachliche Vielfalt als Ressource für demokratische Teilhabe anerkannt werden kann.
Technologie, digitale Räume & KI im mehrsprachigen Lernen
Diese Session untersucht die Rolle von Technologie bei der Transformation mehrsprachiger Praktiken und der Sprachbildung. Eingeladen sind Beiträge, die kritisch analysieren, wie digitale Werkzeuge und KI Sprachlernen, ‑lehren und ‑bewertung in gesprochenen und gebärdensprachlichen Kontexten verändern und wie technologische Innovationen gerechte und mehrsprachige Bildungsumgebungen unterstützen oder herausfordern.
Kreative, literarische und kunstbasierte Zugänge zum mehrsprachigen Lernen und Lehren
Diese Session fokussiert Bildungsansätze, Konzepte und Methoden kunstbasierter Zugänge zum Sprachlernen. Literatur, Musik, Kunst eröffnen Möglichkeiten, mehrsprachiges Lernen auf kognitiver wie auch emotionaler Ebene zu fördern. Sie stärken die Fähigkeit der Lernenden, an Prozessen der Bedeutungskonstruktion in globalisierten, mehrsprachigen und superdiversen Gesellschaften teilzuhaben. Willkommen sind Beiträge, die Bildungskonzepte vorstellen, Lehr‑ und Lernmaterial diskutieren oder empirische Evidenz zu kunstbasierten mehrsprachigen Lernprozessen liefern.
Tagungsort
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien